750 grammes
All our cooking blogs Edit post Follow this blog Administration + Create my blog
weinsammler.over-blog.com

Wir klären über die geschmacklich einzigartigen Weine aus aller Welt auf!

Weinetiketten - Herkunft und Angaben

Wer in Deutschland Wein herstellen und verkaufen möchte, muss bestimmte Regeln beachten. Neben den strengen Vorgaben zur Herstellung gibt es auch Regeln und Gesetze zu den Angaben, die ein Weinetikett aufführen muss, damit der Endabnehmer klar und wahrheitsgetreu über das Weinprodukt informiert wird.

Geschichte der Weinetiketten

Wein und Essen
Immer passend zum Essen: Wein.

Die ersten Weinetiketten wurden bereits vor mehr als 6000 Jahren von den Summerern verwendet. Die damaligen Weinfässer wurden mit Rollsiegeln versehen, um einige Informationen über den darin enthaltenen Wein anzugeben. Später wurden diese Rollsiegel von den Römern durch kleine Anhänger ersetzt, welche an die Weinamphoren angehängt wurden. In einigen Fällen wurden die Informationen auch gleich in die Amphore eingeritzt. Im Mittelalter wurden dann schließlich kleine Papierzettelchen verwendet. Seit dem 19. Jahrhundert und mit der Erfindung der Lithografie durch Alois Senefelder wurden Etiketten ähnlich der, die wir heute kennen, gedruckt und seit Beginn des 20. Jahrhunderts industriell hergestellt. Das älteste bekannte Weinetikett mit Bild stammt aus dem Jahr 1822 und stellte das Schloss Johannisberger mit den umliegenden Weinbergen dar.

Gesetzgebung

Weinreben im Anbaugebiet
Bereits vor der Ernte recht appetitlich.

Grundsätzlich ist die Gestaltung einer Weinetikette durch das jeweilige Herkunftsland gesetzlich geregelt. Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland zum Beispiel haben jeweils ihre eigenen gesetzlichen Vorgaben. Um eine besserer Verständlichkeit innerhalb der EU zu schaffen, wurde jedoch durch eine EU-Verordnung eine Namensregelung erlassen, die europaweit die Qualität eines Weines identifiziert. An unterster Stelle steht hier der Tafelwein, oder in Deutschland auch Deutscher Wein ohne Herkunft genannt. Gefolgt wird er vom Landwein, welcher mit der Herkunft des Weines ausgewiesen werden muss. Anschließend gibt es dann noch Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Letzterer wird in Deutschland zusätzlich nochmal in Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete und in Prädikatswein unterteilt. Neben der Anforderung, dass der Wein aus einem bestimmten Anbaugebiet kommen muss, gibt es auch noch weitere Anforderungen an den Reifegrad der Trauben oder die Lagerzeit. Zusätzlich zu diesen EU-Mindestangaben gelten dann noch die regionalen Gesetze jedes Landes.

Pflichtangaben vs. Zusatzangaben

Ein in Deutschland zu kaufender Wein unterliegt gewißenen Gesetzen zu Mindestangaben auf dem Weinetikett. Dieses sind jene genormte Angaben, welche die Art des Weines, seine Herkunft, Abfüller, Alkoholgehalt, Nennvolumen, Loskennzeichnung und die amtliche Prüfungsnummer wiederspiegeln. Neben diesen Pflichtangaben gibt es noch die Zusatzangaben, welche je nach Belieben mit angegeben werden dürfen. Einige der am meisten genutzten Zusatzangaben sind der Jahrgang, die Rebsorte, der Geschmack sowie Empfehlungen zur Trinktemperatur oder Speiseempfehlungen. Die Liste der freiwilligen Angeben ist zwar sehr lang, allerdings gibt es auch hier einige Regeln und Verbote.

In Deutschland wird häufig die Etikette auf der Rückseite der Flasche mit den Pflichtangaben versehen, während die Etikette auf der Vorderseite meist mit Zusatzangaben und einem schönen Design versehen wird, um die Flasche attraktiver zu machen und somit den Verkauf zu bewerben. Sofern eine Weinflasche kein Etikett auf der Rückseite hat, müssen die Pflichtangaben auf dem Etikett der Vorderseite mit angegeben werden.erkunft

Share this post
Repost0
To be informed of the latest articles, subscribe:
Comment on this post